Logo Utopia finDer Projekttag „Flucht nach Utopia“ verbindet das Thema „Coding für Kinder“ mit der Auseinandersetzung um ethische Fragen zur Automatisierung. Der Workshop richtet sich an an 5. und 6. Klassen in Berlin und Brandenburg. Die Teilnehmer_innen erlernen Grundlagen der Programmierung, Robotik und Elektrotechnik. Sie erfahren auf spielerische Weise, ihre technisierte Umwelt mitzugestalten und werden motiviert, eine eigene Vision ihrer Zukunft zu entwickeln. Das Format fördert Problemlösungskompetenz, Teamwork, Kritik, Diskussion, kreatives und logisches Denken und Selbstvertrauen.

Beschreibung

Die technologische Entwicklung im Bereich Robotik und Automatisierung hat relativ unbemerkt große Fortschritte gemacht. Es ist abzusehen, dass sich dadurch die Lebens- und Arbeitsbedingungen entscheidend verändern werden. Es stellt sich die Frage, welche Tätigkeiten wir Maschinen überlassen wollen und ob wir Künstliche Intelligenz als gleichwertige Gesprächspartner akzeptieren möchten. Wir wollen Kindern vermitteln, dass sie den Technikfolgen nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern eine aktive Rolle bei der Gestaltung der zukünftigen Gesellschaft spielen und sie für ethische Fragen sensibilisieren.

opentechsummit
Der Workshop beginnt mit einem Input zur Geschichte der Automatisierung und einem Brainstorming zu Ihren Erwartungen und Befürchtungen bezüglich zukünftiger Technologien. Nach einer Einführung in die blockbasierte Programmiersprache Scratch und die Programmierung kleiner Roboter begeben sich die TeilnehmerInnen in einem Alternative Reality Game auf die „Flucht nach Utopia“.

Ausgangspunkt des Spiels ist die Evakuierung der Erde aufgrund fortschreitender Umweltzerstörung. Die Reise geht zum vollautomatisierten Planeten UTOPIA, auf dem die Menschen ein hedonistisches Dasein führen und in humanoiden Robotern die besten Freunde und Diener gefunden haben. Als der Bordcomputer ausfällt, müssen mit Hilfe der programmierbaren Roboter (mBot) und eines Mikrocontrollers (MakeyMakey) verschiedene Rätsel gelöst werden, um den defekten Bordcomputer zu reparieren. Im Prozess werden sie durch abweichende Informationen in ein Dilemma gebracht. Einige der Reisenden entdecken dabei Informationen über die Schattenseiten des Planeten und entscheiden sich zur Umkehr, während eine andere Gruppe an der Fortsetzung der Reise arbeitet. Für die Weiterfahrt ist ein Code nötig, der sich aus Zeichen beider Gruppen zusammensetzt – die Entscheidung müssen also alle gemeinsam treffen.

Nach der Spielphase werden der Prozess und die getroffenen Entscheidungen intensiv reflektiert und der Projekttag ausgewertet: Wie lebt es sich tatsächlich in einer vollautomatisierten Zukunft? Wie selbstbestimmt möchte ich leben, welche Arbeit überlasse ich Robotern und welche Entscheidungen dürfen Maschinen für mich treffen?

Das Projekt ist als Ergänzung der in den Rahmenlehrplänen im Fach NaWi für die 5. und 6. Klassen vorgesehenen Themen „Geräte und Maschinen im Alltag“ und „Elektrischer Stromkreis“ konzipiert.

Projektweblog: http://www.metaversa.de/fluchtnachutopia

Die Durchführung der drei Pilotworkshops wird ermöglicht durch den Code Week Award 2016. Ausgerichtet wird der Code Week Award von der Technologiestiftung Berlin in Kooperation mit dem Design Research Lab der Universität der Künste Berlin. Als Mitbegründer fördert Samsung Electronics den Award mit 75.000 Euro.